Zu Besuch in der Kindertagesstätte Nordknirpse in Apolda

Neun Jahre Erfahrungen

Am 13. März 2018 war ich in der thüringischen Kindertagesstätte Nordknirpse in Apolda eingeladen, für das dortige Fachkräfte-Team einen Workshop zu den Neuerungen und den Grundgedanken der Zahlenlandprojekte zu gestalten. Ich habe mich sehr gefreut, aus diesem Anlass die Kita Nordknirpse kennenlernen zu können und das Team nach ihren nun neunjährigen Erfahrungen mit den Projekten Zahlenland und Entenland befragen zu dürfen.

Die Kita Nordknirpse nutzt seit 2009 die Projekte Zahlenland und Entenland und hat schon 2010 die Auszeichnung “Wir sind Zahlenfreunde!” erworben. Sie ist zudem durch den Landessportbund Thüringen als bewegungsfreundliche Kindertagesstätte ausgezeichnet. Träger der Kita Nordknirpse ist das Diakoniewerk Apolda. >> zur Website der Kita Nordknirpse

 

Ein Rückblick

Im Rahmen des Thüringer Entwicklungsprogramms “Hirngerechte Bildung in Kindergarten und Schule” (hi.bi.kus) wurden die beiden Projekte “Entdeckungen im Zahlenland” und “Entdeckungen im Entenland” im Zeitraum 2009 bis 2011 an 19 Kindertageseinrichtungen eingeführt. Frau Marlis Trübner, Leiterin der Kindertagesstätte Nordknirpse, betont den großen Nutzen der damaligen Initiative: “Die hi.bi.kus Veranstaltungen unter Regie der Projektleiter Ulrich Mittelstädt und Hans Ulrich Kellnerder waren sehr gelungen und nutzbringend für unsere Kita. Mit den Projekten Entenland und Zahlenland arbeiten wir nun fast 9 Jahre und haben sehr gute Erfahrungen damit gesammelt.”

Informationen zur hi.bi.kus-Initiative und zum abschließenden Projektbericht sind zu finden unter: Projektbericht hi.bi.kus

Workshop

Für den Workshop hatte ich mit Frau Trübner abgesprochen den folgenden Satz von Gerhard Preiß in den Mittelpunkt zu stellen: »Die Projekte sind von einem ganzheitlichen Konzept geprägt, bei dem Wahrnehmung, Bewegung und insbesondere auch Sprachförderung ständige Begleiter des Lernens sind.« Prof. Gerhard Preiß

Gemeinsam mit dem Zahlenland- und Entenland-erfahrenen Team der Kita Nordknirpse haben wir dann Theorie und Praxis dieser drei “Lernbegleiter” beleuchtet. Vielen Dank meinerseits für den gemeinsamen Workshop!

 

Interview

Frau Bölitz, Sie hatten meinen Vater bei einer Auftaktveranstaltung des hi.bi.kus Projektes selbst kennengelernt. Was hatte Sie damals am Zahlenland angesprochen und bewogen, sich weiter damit zu beschäftigen?

“Beeindruckt hat mich, mit welcher Leidenschaft Ihr Vater das Projekt vorgestellt hat, und dass es sehr stark naturbezogen und bezogen auf die Welt der Kinder ist. Es ist eine Bereicherung für uns. Besonders wichtig ist mir, dass es der Lebenswelt der Kinder entspricht und Spaß und Spiel dabei ist.” Margit Bölitz

Macht es Ihnen selbst Spaß, mit den Kindern ins Zahlenland zu gehen?

“Ja, wir freuen uns wöchentlich darauf, mit den Kindern in die Zahlenschule zu gehen. Wir bauen gemeinsam die Wohnungen der Zahlen auf, besuchen die Zahlenländern, und erleben gemeinsam die Welt der Zahlen.” Kristina Elsner

Die Kinder sind ja sehr unterschiedlich. Finden Sie, dass für jedes Kind etwas dabei ist?

“Ja, denn es gibt ja auch verschiedene Rollen und Aufgabe. So haben wir zum Beispiel erlebt, dass sprachgehemmte Kinder gerade die Rolle des Hausmeisters besonders gerne übernehmen möchten. Sie sind dabei richtig aufgelebt und haben Selbstvertrauen gewonnen.”  Kristina Elsner

Mein Vater pflegte zu sagen, dass man nicht Mathematik im Kindergarten macht, sondern mathematische Bildung. Erleben Sie das in der Arbeit mit seinen Projekten auch so?

“Ja. Die Kinder erleben im Entenland und Zahlenland mathematische Bildung auf spielerische Art und Weise. Und es gibt viele unterschiedliche Dinge, die wir einbeziehen können – Alltagsdinge -,  die weit über das rein Mathematische hinausgehen und jedes einzelne Kind mit seinen Interessen und Begabungen ansprechen.” Frau Andrea Beyer und Frau Ruhnke

Ich bedanke mich sehr für die Einladung, zu Ihnen zu kommen, und das Interview!

Gabi Preiß

 

 

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